Don Carlo Oper Mainz 2018

Aktualisiert: 6. Feb 2019

Geheimtipp: Su Sigmund's Don Carlo – Kostümbildnerin Mainzer Staatstheaters


Su Sigmund Don Carlo Oper Mainz 2018


Endproben bei Don Carlo – auf der Seitenbühne


Auszug aus Allgemeinen Zeitung von Marianne Hoffmann „Fantasievolle Kostüme: Verdis „Don Carlo“ am Staatstheater Mainz":


„Aber wie kann man sich das eigentlich genau vorstellen, wenn hinter den Kulissen des Staatstheaters mit Hochdruck und Fantasie an Kostümen gearbeitet wird? Gerade steht dort beispielsweise die Austattung für die Premiere von „Don Carlo“ an. Muss man, weil „Don Carlo“ eine so beliebte und bekannte Verdi-Oper ist, das Rad neu erfinden?


Das nicht, aber man sollte, das ist die Überzeugung der Kostümbildnerin Su Sigmund, das, was das Stück ausmacht, auch in den Kostümen quasi verstofflichen. Bei einer so großen Besetzung, wo allein der Chor über sechzig Sänger und Sängerinnen umfasst, kein leichtes Unterfangen.

Schon im ersten Akt wartet in der Inszenierung von Regisseurin Elisabeth Stöppler eine Besonderheit: Sie erzählt ihn als Don Carlos Traum. Es ist historisch nachgewiesen, dass diese Begegnung von Carlo und Elisabeth in Frankreich nie stattgefunden hat. Carlo träumt sich also nach Frankreich, in den Wald von Fontainebleau, und begegnet dort zum ersten Mal Elisabeth. Der zunächst glückliche Traum wird zum Albtraum, als Carlo erfahren muss, dass sein Vater die spanische Königin Elisabeth selbst zur Frau nehmen wird. Um diesen französischen Traum (oder besser Albtraum?) lebendig werden zu lassen, sind Bühnenbildner Hermann Feuchter und Theaterfotograf Andreas Etter nach Fontainebleau gereist, haben dort den Herbstwald fotografiert und daraus eine Fotocollage erstellt. Diese Collage wurde auf riesige Stoffbahnen gedruckt, die als Vorhang im ersten Akt den gesamten Bühnenraum ausfüllen.


Daraus wiederum entwickelte sich die Idee, Kostüme für den Chor zu entwerfen, die ebenfalls aus diesem Vorhangstoff angefertigt sind. 600 Meter Stoff wurden mit dem Waldmotiv bedruckt – nur im Foyer des Theaters konnte das ausgerollt werden, um Maß für die Kostüme zu nehmen. Die Schneiderei hat die Kostüme nun so genäht, dass die Chorsänger und -sängerinnen, wenn sie in einer bestimmten Reihe vor dem Vorhang stehen, mit diesem quasi verschmelzen. Dabei muss auf Musterübereinstimmung in höchstem Maße geachtet werden. Wenn sie zu singen beginnen, scheint es, als würde der gesamte Vorhang klingen und wenn sie sich aus der Reihe in den Raum hinein bewegen, wird der zweidimensionale Traumwald plötzlich dreidimensional und lebendig. Damit jeder aus dem Chor im Wald „verschwindet“, wurde jedem eine genaue Position zugewiesen, die dann ebenso wie das zugehörige Kostüm mit einer Nummer versehen wurde."


„Su Sigmund hat zu jedem Kostüm, das in „Don Carlo“ benötigt wird, feine, künstlerisch sensible Zeichnungen angefertigt, ja sogar Acrylbilder. Schon sie alleine wären eine Ausstellung wert."


Marianne Hoffmann, Allgemeine Zeitung


Pressestimmen:


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Su Sigmund schafft Gesamtkunstwerke und verbindet Bühne, Mode und Kunst in einzigartiger und individueller Art und Wiese. Sie arbeitet als Kostüm- und Bühnenbildnerin an großen Bühnen deutschsprachiger Opern- und Theaterhäuser, entwirft tragbare Kunst für den Alltag mit dem Label "Subags" und widmet sich in der Kunst der Malerei.


www.su-sigmund.com Alle Rechte vorbehalten Fotos: Attila Izmir






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